Nachwuchsradsport im TSV Oberammergau
Aktuelles von den Oberammergauer Radsporttalenten
Themen Juni 2011 / Nr. 1: Kurzberichte DM-MTB, Vorbereitungsrennen DM Straße etc.
Tobi Reiser startet gehandicapt bei den Deutschen MTB-Meisterschaften!
Weiterer hochkarätiger Sieg und mehrere Podestplätze!
(11. u. 12. Rennwochenende, 6 Siege)
Während für U23-Mountainbiker Tobi Reiser mit den Deutschen Meisterschaften im Cross-Country einer der Saisonhöhepunkte bereits stattfand, bereiteten sich die sechs Nachwuchs-Straßenfahrer intensiv auf die am 19. Juni bevorstehenden nationalen Titelkämpfe vor.
Tobi klebte das Pech jedoch förmlich an den Fersen. Als ob es nicht schon ärgerlich genug gewesen wäre, dass er sich wenige Tage vor der DM einen Infekt einfing, stürzte er beim Besichtigen der Wettkampfstrecke heftig und musste mit leichten Prellungen und Schürfwunden das Rennen aufnehmen. Mehr als ein 27. Platz war unter diesen Umständen nicht drin – zwar nicht schlecht, jedoch wäre Tobi unter optimalen Voraussetzungen durchaus ein Top-Ten-Platz zuzutrauen gewesen. Da hilft nur eines: Abhaken und nach vorne schauen, schließlich hält der Rennkalender in der laufenden Saison noch viele weitere Herausforderungen bereit.
Der erste Lauf zur Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft in Ansbach war eines dieser Rennen, die man sich im Nachhinein betrachtet, hätte schenken können. Im U15-Rennen gab es eine Rangelei, am Ende standen die Plätze 6 und 7 für Martin Meiler bzw. Flori Gindhart zu Buche. Platz 6 sprang auch für Marina Gindhart im U17w-Rennen heraus. Das U17-Rennen der Burschen glich einer Farce, weil das Ergebnis durch eine Absprache nicht im fairen sportlichen Wettkampf ermittelt wurde. Der 9. Platz von Lukas Meiler war damit mehr ein Zufallsprodukt. Glücklicherweise passieren derartige Dinge im Nachwuchsbereich nur äußerst selten. Wir jedenfalls wissen jetzt, welches Rennen wir im nächsten Jahr mit ziemlicher Sicherheit auslassen werden. Besser machte es Flori Nowak, der erst gar nicht in Ansbach antrat, sondern in Landshut beim dortigen Kriterium startete und einen etwas unglücklichen 4. Platz mit nach Hause brachte.
Zur intensiven Vorbereitung auf die Deutschen Straßenmeisterschaften zog es die Geschwister Nowak nach Osten, die Meilers dagegen in den Westen Deutschlands. Beim Straßenrennen im thüringischen Greitz zeigten Flori und Anna-Lena Nowak, dass sie bei der DM etwas vorhaben. Flori landete in seinem Rennen einen schönen Sieg (!) und auch Anna-Lena bewies mit Platz 2 im U15w-Rennen ihre ständig ansteigende Form. Für einen Start bei zwei richtigen Klassikern im deutschen Rennkalender entschieden sich Lukas und Martin Meiler. Beim „Großen Volvo-Preis“ in Villingen-Schwenningen zerlegte Lukas regelrecht das große Feld im U17-Rennen, so dass nur noch drei Fahrer in der Spitzengruppe übrig blieben. Haarscharf verpasste er auf der Zielgeraden den Sieg, aber sein zweiter Platz war Formbeweis genug. Martin kam im U15-Rennen mit dem ersten Verfolgerfeld auf Platz 13 ins Ziel. Tags darauf, im badischen Merdingen, war ein richtig „heißer“ Kurs zu bewältigen. Auf der Originalstrecke des bereits über 50 Jahre alten Klassikers, der jedes Jahr zahlreiche Teilnehmer auch aus der Schweiz und dem benachbarten Elsass anzieht, ging es über den „Tuniberg“ auf einer schmalen Winzerstraße nicht nur steil bergauf, sondern ebenso abenteuerlich wieder bergab. Der Regen machte die Sache nicht einfacher, aber zum Glück kamen fast alle Starter heil ins Ziel. Wieder fuhr Lukas ein sehr engagiertes Rennen. In der letzten Runde attackierte er mit einem badischen Fahrer am Berg und konnte sich von der Rennspitze nochmals absetzen. Zusammen mit seinem Fluchtgefährten lag Lukas bis ca. 2 km vor dem Ziel in Führung, wurde dann aber noch von einer sechs Fahrer großen Verfolgergruppe aufgefahren. Vom Berg bis zum Ziel waren es doch noch 12 km und bei strammem Gegenwind gab es kein Durchkommen der beiden Ausreißer bis ins Ziel. Der Lohn für die mutige Fahrweise war schließlich noch ein sechster Platz und die Anerkennung der Leistung durch die Rennleitung. Auch bei Martin läuft es immer besser. Er gewann den Sprint der Verfolgergruppe und sicherte sich ebenfalls den sechsten Platz in seinem Rennen. Also, die Formtests für die nationalen Straßentitelkämpfe sind ausnahmslos positiv verlaufen, in einigen Tagen werden wir wissen, was sie tatsächlich wert waren!
Bereits auf die Deutschen Bahnmeisterschaften Anfang Juli in Berlin bereitet sich Marina Gindhart vor. Deshalb nahm sie beim FOCUS-Cup auf der Radrennbahn im niederbayerischen Niederpöring teil. Nach mehreren Disziplinen beendete sie die Omniumswertung auf Gesamtplatz 3. Ihr Bruder Florian war wenige Tage zuvor beim 3. Lauf zum Rapp-Bahn-Cup in Augsburg am Start und holte sich wiederum den zweiten Platz, welchen er nun auch in der Cupwertung einnimmt.
Nun werden unsere Talente also versuchen, die sehr passablen Ergebnisse der letzten Wettkämpfe in ein zählbares Resultat bei den Deutschen Straßenmeisterschaften im thüringischen Meiningen umzumünzen. Lassen wir uns überraschen – mit ein wenig Glück könnte dies durchaus eine positive Überraschung werden! Drückt uns die Daumen!
Mit den besten Grüßen
Hannes Meiler und das Radsport-Perspektivteam Oberammergau
17.06.2011












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