Nachwuchsradsport im TSV Oberammergau



Aktuelle Rennberichte zu diversen Wettkämpfen der Oberammergauer Nachwuchstalente auf der Straße, auf der Bahn und im Gelände
(14. Rennwochenende der Sommersaison 2010 – 12 Siege)


Martin Meiler eilt von Sieg zu Sieg - Tobi Reiser weiter in Topform!

Beim „Helmut-Micheler-Bahnpreis“ auf der Augsburger Radrennbahn sorgte Martin Meiler gleich von Anfang an für klare Verhältnisse. Sowohl beim Vorgaberennen als auch beim Punktefahren erreichte er das Maximalergebnis, Platz 1 im Omnium seiner Klasse U13 war ihm damit sicher! Sein Vereinskollege Florian Gindhart erledigte seine Disziplinen ebenfalls ganz passabel und erreichte in der U15 den 6. Rang. Marina Gindhart stand als Dritte der U17w sogar auf dem Treppchen, profitierte aber davon, dass nur drei Starterinnen platziert waren.

Auf dem mit zwei Spitzkehren gespickten und damit technisch anspruchsvollen Kurs in Ansbach wurde der erste Lauf zur Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft ausgetragen. Wieder wurde Martin Meiler seiner Favoritenrolle vollends gerecht. Vom Start weg war er der dominierende Fahrer in seinem Rennen der U13, sicherte sich alle Wertungen sowie Prämien und gewann das Rennen mit der Idealpunktzahl.

Im Rennen der U15, das von Lokalmatador Manuel Porzner beherrscht wurde, stand Florian Gindhart am Start. In die Wertungssprints konnte er diesmal leider nicht entscheidend eingreifen, am Ende stand für ihn Rang 12 in der Ergebnisliste. In den weiblichen Nachwuchsklassen U17w bzw. U15w waren wir durch Marina Gindhart und Anna-Lena Nowak vertreten. Während Marina Mühe hatte mit dem hohen Renntempo und wie viele andere ihrer Konkurrentinnen wegen Überrundung aus dem Rennen genommen wurde, kämpfte „Leni“ tapfer bis zur Zieldurchfahrt. Sie konnte das Rennen damit regulär im Hauptfeld ohne Ergebniserfassung beenden.

Ein sportlich sehr interessantes Rennen durfte man in der U17 erwarten. Zum einen weil sämtliche bayerischen Spitzenfahrer am Start standen und das Leistungsvermögen in der U17 auf hohem Niveau liegt und breit gefächert ist. Anders als in der U13 oder U15 vermochte man vor dem Rennen kaum einen klaren Favoriten auszumachen. Zum anderen war das Fahrerfeld „gewürzt“ mit prominenten Namen aus anderen Landesverbänden. Vom Start weg wurde ein Höllentempo angeschlagen. Bereits nach wenigen Runden kam es zu den ersten Überrundungen und Aufgaben, am Ende blieben von den ca. 40 gestarteten Fahrern nur noch 17 in der Wertung. Vorne dabei aber die beiden Oberammergauer Lukas Meiler und Flori Nowak. Die Rennspitze jedoch bildete ein Berliner: Tim Reske vom Schöneberger RV ließ nichts anbrennen, setzte sich früh vom Feld ab und sammelte eifrig Wertungspunkte. Seine beiden bayerischen Verfolger, Fabian Schormair aus Aichach und Dario Rapps aus Kempten hielt der Berliner kontrolliert in Schach und fuhr einem souveränen Sieg entgegen. Florian Nowak, der nach einem sehr starken Frühjahr derzeit ein leichtes Formtief durchläuft und „Schwung holt“ für die zweite Saisonhälfte, stellte sich ganz in den Dienst des Teams und unterstützte Lukas Meiler, der sich durch seine aktive und clevere Fahrweise letztlich den guten 6. Platz in diesem hochkarätigen Feld sicherte. Flori wurde schließlich auf Rang 14 gelistet. Überschattet wurde das Rennen leider durch einen schweren Sturz des Münchners Julian Schulze, einem Freund und Trainingspartner der Oberammergauer Sportler. Wir wünschen Julian auf diesem Wege eine schnelle Genesung!

Mountainbiker Tobi Reiser zog es derweil nach Kirchberg in Tirol, um beim dortigen Marathon-Klassiker über die mittlere Distanz (45 km, 2.000 hm) zu starten. Tobi, der derzeit in einer Topform fährt, setzte sich bereits früh nach dem Start an die Spitze des Fahrerfeldes und wollte dem Rennen unbedingt seinen Stempel aufdrücken. Die Ironie des Schicksals wollte es, dass ihm seine starke Form quasi zum Verhängnis wurde: an der Spitze liegend verpasste Tobi am letzten Anstieg eine Abzweigung und schlug den falschen Weg ein. Erst nach einigen Minuten bemerkte Tobi das Missgeschick, wendete und startete eine furiose Aufholjagd. Bis ganz an die vorderste Spitze reichte es allerdings nicht mehr, ein Stockerlplatz war Tobi aber trotz allem noch vergönnt. In der Eliteklasse erreichte er Platz 2, in der „Overall-Wertung“ wurde er auf Rang 3 gelistet.

Wie es mit dem Rennkalender weiter ging und welche Resultate dabei heraus kamen, erfahrt ihr demnächst mit dem nächsten Newsletter.

Hannes Meiler
29.06.2010

      
      
      
      
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