Nachwuchsradsport im TSV Oberammergau
Aktuelle Rennberichte zu diversen Wettkämpfen der Oberammergauer
Nachwuchstalente auf der Straße und im Gelände
(13. Rennwochenende der Sommersaison 2010 – 10 Siege)
Pech bei der DM in Bundenthal – Top-Platzierung für Tobi Reiser!
Auf den Schultern der beiden U17-Kaderfahrer Flori Nowak und Lukas Meiler, die unser
Team am vergangenen Sonntag im südwestpfälzischen Bundenthal bei den Deutschen
Straßenmeisterschaften vertraten, lastete keinerlei Erfolgsdruck. Beide gehören dem
jüngeren Jahrgang der U17 an und zeigten zuletzt eine stabile Form, so dass die Burschen
durchaus zuversichtlich an ihre Aufgabe herangehen konnten. Die bisher im Verlauf der
Saison erreichten Ergebnisse ließen die berechtigte Hoffnung zu, dass man ein
Oberammergauer Trikot bei den Deutschen Meisterschaften auch heuer wieder ziemlich
weit vorne sehen könnte. Nur manchmal fehlt ganz einfach das nötige Quäntchen Glück,
das man braucht, um erfolgreich dabei zu sein. Und so einen Tag scheinen die beiden
Burschen wohl diesmal ausgerechnet bei der „Deutschen“ erwischt zu haben.
Die äußeren Bedingungen waren überraschend gut. Nachdem es die gesamte Anreise von
Oberammergau bis Karlsruhe unaufhörlich schüttete und das Außenthermometer des Autos
kaum die 10 Grad-Grenze überschritt, empfing uns in der Südpfalz nicht nur ein gemütliches
Hotel, sondern auch angenehmes Wetter mit Sonne und Temperaturen bis 20 Grad. Nach
der Streckenbesichtigung waren die Gefühle zunächst gemischt. Der 12 km lange
Rundkurs, der im Rennen sechsmal zu durchfahren war, führte zwar ständig auf und ab,
aber die Art und Länge der Steigungen waren für „Kletterer“ wie es Lukas vom Fahrertypus
eher ist, dann doch etwas zu flach. Der Kurs sprach somit mehr den kraftvollen,
tempofesten Fahrertyp an, schien demnach Flori fast auf den Leib geschneidert zu sein.
Im Rennen selbst führte der selektive Kurs dazu, dass sich bereits nach der ersten Runde
eine Spitzengruppe aus ca. 50 Fahrern aus den etwa 100 Startern gebildet hatte, mit dabei
auch Flori und Lukas. Am Beginn der zweiten Runde kam es dann im nervösen Feld zum
üblichen Gerangel, ein paar Fahrer verhackten sich mit ihren Rädern und stürzten. Lukas
und Flori blieben zwar vom Sturz verschont, Lukas jedoch nur deshalb weil er schnell
reagierte und dem unmittelbar vor ihm gestürzten Fahrer mit einem „Abstecher ins Grüne“
gerade noch ausweichen konnte. Bis Lukas zurück auf der Straße war fand er sich natürlich
am hinteren Ende des Feldes wieder. Es dauerte eine ganze Runde bis er sich in dem
schnellen Rennen mühsam wieder nach vorne arbeiten konnte. Allerdings fand Lukas
anschließend nicht mehr richtig ins Rennen, seine Kraftreserven waren aufgebraucht und er
stieg schließlich am Ende der vorletzten Runde entkräftet und demoralisiert aus dem
Rennen aus. Flori taute vor allem gegen Ende des Rennens nocheinmal richtig auf und
versuchte sogar sich mit einigen Gefährten vom Feld zu lösen, jedoch reichten auch bei ihm
die Kräfte nicht zum entscheidenden Vorstoß. Auch beim finalen Sprint um Platz 3 – die
ersten beiden Plätze waren bereits vergeben – fand Flori nicht die optimale Linie und
musste sich letztendlich mit Rang 36 zufrieden geben. So bleibt als Fazit doch die positive
Erkenntnis, dass mit etwas mehr Glück durchaus ein Platz unter den ersten 20 oder gar 10
möglich gewesen wäre. Zumindest gehörten die Oberammergauer nicht zu den etwa 50
Fahrern, die bereits in der ersten Runde dem hohen Tempo der Rennspitze nicht mehr
folgen konnten!
Die Geschwister Marina und Florian Gindhart führ te derweil der Weg nach Dachau. Dort
wurde das Kriterium „Rund um die Ludwig-Thoma-Wiese“ ausgetragen. Marina litt noch
deutlich unter ihren Sturzfolgen von letzter Woche auf der Augsburger Radrennbahn und
nutzte das Rennen lediglich zum weiteren Formaufbau. Florian versuchte mehrmals dem
Rennen seinen Stempel aufzudrücken, blieb dabei aber ohne nennenswerten Erfolg und
musste sich schließlich mit Rang 12 zufrieden geben.
Unser Mountainbiker Tobi Reiser lässt derzeit keine Gelegenheit aus, weiter an seiner
starken Form zu feilen. So nutzte er kurzerhand die Gelegenheit und startete zum 3. Lauf
des IKO-Corratec-Bayern-Cups in Holzkirchen. Auch dieses Crosscountry-Rennen war
geprägt von den miserablen Witterungsbedingungen und entwickelte sich zur reinsten
Schlammschlacht. Davon aber ließ sich Tobi in keinster Weise beirren und lieferte abermals
eine starke Leistung ab. Nur knapp verfehlte er den Sieg, holte sich den zweiten Platz und
ließ dabei durchaus klangvolle Namen aus der MTB-Szene hinter sich!
In den nächsten Wochen ist der Rennkalender voll mit verschiedensten Terminen. So
stehen beispielsweise neben den Bayerischen Kriteriumsmeisterschaften in Ansbach auch
die Deutschen Bahnmeisterschaften in Cottbus sowie einige interessante MTB-Termine in
Bayern bzw. Tirol an. Wer nun bei welchem Rennen an den Start geht und was dabei
heraus gekommen ist, werden wir euch gerne wieder berichten.
Hannes Meiler
22.06.2010

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